Der innere Kritiker & Perfektionismus

Für Professionals, die unter permanenter Selbstkritik leiden und nie mit sich zufrieden sind

Kennen Sie das? Nach außen sind Sie erfolgreich und kompetent. Aber innerlich spüren Sie eine Stimme, die permanent bewertet, antreibt und nie zufrieden ist. Lösen Sie die Handbremse mit Schema-Coaching.

Dr. Dirk Franssens
Coaching & Beratung
Schema Coaching

Kennen Sie das?

Vielleicht sind Sie erfolgreich, kompetent und engagiert. Aber innerlich spüren Sie eine Bremse, die Sie immer wieder einholt:

Die Nach-Grübel-Falle

Sie haben erfolgreich präsentiert und alle sind zufrieden. Aber Sie denken nur: „Folie 3 war nicht perfekt. Ich hätte das Argument schärfer formulieren müssen.

Erfolg ohne Freude

Ein Projekt ist abgeschlossen. Statt zu feiern, suchen Sie sofort das nächste Problem. Erfolg fühlt sich nicht wie ein Sieg an, sondern nur wie die Abwesenheit von Versagen.

Die Angst für Sichtbarkeit

Sie halten eine gute Idee im Meeting zurück. Die Stimme im Kopf warnt: „Das ist nicht gut genug. Die anderen werden denken, du hast keine Ahnung.

Der ständige Vergleich

Egal was Sie erreichen – andere scheinen immer schneller, kompetenter oder entspannter zu sein. Sie fühlen sich oft wie ein Hochstapler.

Was ist ein innerer Kritiker?

Der „Strafende Eltern-Modus“

Der innere Kritiker ist keine Charakterschwäche, sondern ein erlerntes Muster. In der Schemaarbeit nennen wir das den „Strafenden Eltern-Modus“. Diese innere Stimme ist ursprünglich als Schutzmechanismus entstanden – um Fehler zu vermeiden oder sich Anerkennung zu sichern. Das Problem: Was früher vielleicht nützlich war, blockiert Sie heute.

Typische Sätze des Kritikers

Das war nicht gut genug.
Die anderen sind viel besser als du.
Du darfst keine Schwäche zeigen.
Wenn du einen Fehler machst, bist du ein Versager.
Du musst dich mehr anstrengen

Wie zeigt sich der innere Kritiker im Beruf?

Perfektionismus und Prokrastination

Sie setzen sich unrealistisch hohe Standards. Projekte müssen perfekt sein – was dazu führt, dass Sie Aufgaben aufschieben oder ewig daran feilen. Die Angst vor Kritik lähmt Sie.

Beispiel: Sie schreiben an einer E-Mail an Ihren Chef – und überarbeiten sie zehnmal, weil sie „nicht gut genug“ klingt. Am Ende schicken Sie sie zu spät oder gar nicht ab.

Erfolge können nicht genossen werden

Selbst wenn Sie ein Ziel erreichen, können Sie es nicht feiern. Ihr innerer Kritiker findet sofort das nächste Problem: „Ja, aber…“

Beispiel: Sie bekommen eine Beförderung. Statt stolz zu sein, denken Sie: „Ich hatte auch Glück. Die anderen wären besser gewesen.“

Ständiger Vergleich mit anderen

Sie messen sich permanent an Kollegen – und kommen immer zu kurz. Jeder scheint kompetenter, schneller, kreativer zu sein als Sie.

Beispiel: Ihr Kollege wird für eine Idee gelobt. Sofort denken Sie: „Warum habe ich nicht daran gedacht? Ich bin einfach nicht gut genug.“

Vermeidung von Sichtbarkeit

Sie halten sich in Meetings zurück, melden sich nicht für Projekte, trauen sich nicht, nach einer Gehaltserhöhung zu fragen – aus Angst, nicht gut genug zu sein.

Beispiel: Ihr Chef fragt, wer ein wichtiges Projekt übernehmen möchte. Sie haben die Kompetenz, aber melden sich nicht, weil Sie denken: „Was, wenn ich versage?“

Chronischer Selbstvergleich

Sie vergleichen sich permanent mit anderen – und kommen immer zu kurz. Jeder andere scheint kompetenter, talentierter, erfolgreicher.

Beispiel: Ihr Kollege hält eine gute Präsentation. Statt zu denken „Das war gut“, denken Sie: „Warum kann ich das nicht so gut wie er?“

Erschöpfung und Burnout-Risiko

Sie sind nie zufrieden mit Ihrer Leistung und treiben sich zu immer mehr Arbeit an. Pausen fühlen sich falsch an. Das Ergebnis: chronische Überlastung.

Beispiel: Sie arbeiten bis spät abends, am Wochenende, im Urlaub – weil Sie das Gefühl haben, es nie gut genug zu machen. und Angst haben, dass auffliegt: „Ich habe eigentlich keine Ahnung.“

Woher kommt der innere Kritiker?

Der innere Kritiker entsteht meist in der Kindheit oder Jugend – als Antwort auf Erfahrungen wie:

Hohe Erwartungen:

Eltern, Lehrer oder andere Bezugspersonen hatten sehr hohe Standards. Liebe und Anerkennung waren an Leistung gekoppelt.

Kritik und Abwertung:

Sie wurden häufig korrigiert, kritisiert oder mit anderen verglichen: „Deine Schwester kann das besser.“

Emotionale Kälte:

Lob und Wertschätzung waren selten. Sie mussten sich Aufmerksamkeit durch Leistung „verdienen“.

Wichtig zu verstehen:

Ihre Bezugspersonen haben vermutlich ihr Bestes gegeben. Oft hatten sie selbst einen starken inneren Kritiker. Der innere Kritiker ist keine Schuldfrage – sondern ein Muster, das Sie übernommen haben, um mit den Anforderungen Ihrer Umgebung klarzukommen.

Damals war das sinnvoll. Heute schränkt es Sie ein.

Wie Schema-Coaching beim inneren Kritiker hilft

Schritt 1:
Erkennen & Benennen

Viele Menschen halten die Stimme des inneren Kritikers für „die Wahrheit“. Im Coaching lernen Sie zu unterscheiden:

Was sagt der innere Kritiker? (z.B. „Du bist nicht gut genug“)
Was sagt Ihr Gesunder Erwachsener? (z.B. „Du hast gut gearbeitet, und du darfst auch Fehler machen“)

Methode: Wir identifizieren typische Sätze und Situationen, in denen der Kritiker aktiv wird.

Schritt 2:
Ursprung verstehen

Wir erkunden: Warum ist dieser Kritiker entstanden? Was wollte er ursprünglich schützen? Welches Bedürfnis steckt dahinter?

Oft stellt sich heraus: Der Kritiker wollte Sie vor Ablehnung, Scham oder Enttäuschung bewahren.

Beispiel: „Wenn ich perfekt bin, kann mich niemand kritisieren.“

Schritt 3:
Den „Gesunden Erwachsenen“

Im Schema-Coaching entwickeln Sie einen inneren Zustand, in dem Sie selbst für sich sorgen können – den Gesunden Erwachsenen.

Dieser Teil von Ihnen:

Erkennt Ihre Leistungen an
Erlaubt Ihnen, Fehler zu machen
Setzt realistische Maßstäbe
Ist wohlwollend und gleichzeitig klar

Methode: Mit Imaginationsübungen und Stuhldialogen üben Sie, aus diesem Modus heraus zu handeln.

Schritt 4:
Neue Verhaltensweisen

Theorie allein reicht nicht. Wir erarbeiten konkrete Experimente für Ihren Berufsalltag:

Eine E-Mail „gut genug“ statt perfekt schreiben
Sich im Meeting zu Wort melden, auch wenn die Idee nicht 100% durchdacht ist
Einen Erfolg bewusst feiern – ohne „Ja, aber…“
Nach einer Gehaltserhöhung fragen, ohne sich vorher klein zu reden

Ziel: Sie sammeln neue Erfahrungen – und merken, dass die Katastrophe, vor der der innere Kritiker Sie warnen will, nicht eintritt.

Häufige Fragen zum inneren Kritiker

So arbeiten wir zusammen

SCHRITT 1

Erstgespräch

Wir klären, wie sich der innere Kritiker bei Ihnen zeigt und ob Schema-Coaching der richtige Ansatz ist.

SCHRITT 2

Analysephase

Wir identifizieren die Situationen, in denen der Kritiker aktiv wird, und verstehen seine Ursprünge.

SCHRITT 3

Veränderung

Mit gezielten Übungen und Dialogen entwickeln Sie neue, hilfreiche innere Stimmen und Verhaltensweisen.

SCHRITT 4

Integration

Wir verankern Ihre Erfolge fest im Alltag, damit Sie auch langfristig wohlwollend und sicher mit sich umgehen.

Sind Sie bereit, Ihren inneren Kritiker zu zähmen?

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